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RED DEVILS zeigen Charakter – 12:10-Sieg nach 6:10-Rückstand

„Wo stehen die RED DEVILS wirklich?", hatte der Bundesliga-Aufsteiger aus Heilbronn-Neckargartach in seinem Vorbericht auf den Heimkampf gegen den TuS Adelhausen gefragt. Nach dem 12:10-Sieg gegen den Favoriten und der Art und Weise, wie dieser zustande gekommen ist, hat sich diese Frage praktisch von selbst beantwortet. Zwei Kämpfe, zwei Siege, ein Team mit Herz und Charakter, erneut knapp 700 begeisterte Zuschauer – die RED DEVILS stehen sowohl in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga Südwest als auch in der Gunst der Heilbronner Sportfans ganz oben.

 

Den Anfang dieses denkwürdigen Heimkampfes machte Levan Metreveli, der sich im Kampf zweier gleichwertiger Ringer im 57 kg Freistil gegen Zoheir El Quarragqe mit 5:4 Punkten durchsetzen konnte. Im zweiten Kampf musste sich Eduard Popp seinem Nationalmannschafts-Kontrahenten Christian John mit 1:2 Punkten geschlagen geben. Auch Valentin Lupu und Stefan Kehrer unterlagen ihren Gegnern, so dass die Gäste nach vier Kämpfen bereits mit 6:1 in Führung lagen. Doch Neuzugang Azamat Kabisov brachte sein Team bis zur Pause mit einem Sieg durch Technische Überlegenheit auf 5:6 heran.

 

In der zweiten Hälfte des Abends glich Bogdan Eismont erst mit einem hart erkämpften 5:4-Punktsieg zum 6:6 aus, ehe nacheinander Christian Fetzer und Taimuraz Friev je zwei Punkte zum 6:10 abgeben mussten.

 

Christian Maier präsentierte sich daraufhin im Kampf gegen Stephan Brunner in bestechender Form, führte zur 30-Sekunden-Pause bereits 6:0 und tütete am Ende durch Technische Überlegenheit vier Punkte ein, mit denen man so im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet hatte. Die RED DEVILS zogen wieder auf 10:10 gleich, so dass der Ausgang des Abends einzig und allein von Fabian Fritz und seinem Gegner Sascha Keller abhing.

 

Diese beiden lieferten sich einen unglaublich spannenden und von hochkochenden Emotionen geprägten Schlagabtausch. 6:0, 6:4, 8:6, 10:8 – Fabian Fritz schien den Kampf unter Kontrolle zu haben, doch Keller fand immer wieder Mittel und Wege um das Duell offen zu halten. Erst ein 2er kurz vor dem Ende brachte dann die Entscheidung für Fabian Fritz, der in der Folge von seinen jubelnd auf die Matte stürmenden Teamkollegen fast erdrückt worden wäre.

 

„Wir haben bis zur letzten Sekunde gebibbert", strahlte Trainer Marcus Mackamul bei der anschließenden Pressekonferenz. „Das war heute Ringkampf pur. Das war großartig. Wir haben der Mannschaft, die schon gegen Triberg auf der Matte war, das Vertrauen geschenkt und haben mit Azamat Kabisov für Recep Topal nur eine Änderung vorgenommen. Die Mannschaft hat das in sie gesetzte Vertrauen zurückbezahlt und eine riesen Leistung gebracht."